Autor: W.S.

Persönlichkeit und Menschenführung

Führungsaufgaben sind nicht nur eine Sache von Managern – sie begegnen Ärzten im Umgang mit ihren Patienten ebenso wie allen anderen Angehörigen helfender Berufe, aber auch Ehrenamtlichen, Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder, ja, selbst im Freundeskreis werden sie gelegentlich wahrgenommen.

Führungsaufgaben sind im Grunde Beziehungsaufgaben. Um sie erfolgreich zu lösen, bedarf es einer Persönlichkeit, die in einem gesunden Selbstgefühl – Narzissmus – verankert ist.

An vielfältigen Praxisbeispielen wird hier verdeutlicht, wie ein gesunder beziehungsweise kranker Narzissmus beschaffen ist und was daraus für die Führungsqualitäten eines Menschen folgt:
„Ein Leiter, der seine eigenen Bedürfnisse nach Macht und Grandiosität weder verleugnen [...]

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Lexikon Psychologie

1974 lud mich der Rowohlt-Verlag ein, ein „Jugendlexikon Psychologie“ zu schreiben. Ich machte mich an die Arbeit und versuchte, nicht trockene Stichwörter, sondern kleine inhaltliche Essays zu verfassen.

Das Ergebnis hat nicht nur meine langjährige Zusammenarbeit mit Rowohlt begründet, sondern es war auch in sich sehr erfolgreich, wurde ein heimlicher Bestseller mit über 100.000 verkauften Exemplaren und immer wieder überarbeitet und ergänzt, wobei irgendwann das „Jugendlexikon“ dem nüchternen Lexikon Platz machte.

Es ist immer noch ein verständliches Nachschlagewerk mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.[...]

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Die Geheimsprache der Krankheit

Die Macht seelischer und sozialer Einflüsse auf körperliche Leiden wird fast immer unterschätzt. Obwohl viele dieser Zusammenhänge seit langem bekannt sind und immer wieder betont wird, dass z.B. mindestens die Hälfte aller Kranken in einer durchschnittlichen Allgemeinpraxis an psychosomatischen Erkrankungen leidet, geht dieses Wissen auch immer wieder verloren, die Patienten erleben (und werden dazu angeleitet) ihre Rückenschmerzen, ihr Rheuma, ihre Atembeschwerden oder ihre Infektanfälligkeit als „rein organisch“ oder sagen abwehrend „ich weiss schon, es ist psychosomatisch“.

In dem vorliegenden Text unterscheide ich zwischen einer Organsprache und einem Organdialekt: Wer Symptome lexikalisch „übersetzen“ will (z.B. Asthma ist „der Schrei nach der [...]

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Alles oder Nichts (ebook)

In diesem zuerst 1980 erschienenen Buch wird die Spannung zwischen Ideal und Wirklichkeit psychologisch, aber auch gesellschaftlich und kulturgeschichtlich untersucht.

Es ist klar, dass unsere Liebesbeziehungen, unsere Kontakte mit Kollegen und Vorgesetzten und unsere Einstellung zu unserem Leben schlechthin am meisten davon bestimmt werden, ob wir die anderen und uns selbst realistisch sehen und annehmen können.

Warum uns das oft so schwer fällt, warum wir oft lieber gar nichts haben als weniger als Alles, das wird in diesem Buch mit vielen Fallbeispielen und literarischen wie historischen Anekdoten gezeigt.

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Er hat nie darüber geredet

Irgendwann fiel mir auf, dass die Geschichten, welche Patienten über abwesende, stumme, kranke, cholerische, arbeitswütige Väter und Mütter erzählen, mit den seelischen Traumen der Kriegs- und Nachkriegszeit zusammenhängen. Ich fing an, systematischer nachzuforschen, beschäftigte mich mit ...

Ein Haus in der Toskana

1966 zog ich mich für einige Jahre in ein altes Bauernhaus in der Toscana zurück, die damals mitten im Wandel einer kleinbäuerlichen Welt zur Industriegesellschaft steckte.

Im Zug dieser Entwicklung verfielen die Pachthöfe und mit ihnen die traditionelle, bäuerliche Kultur. Ich beschreibe Szenen dieser Veränderungen, an denen ich seit dieser Zeit periodisch teilnehme, schildere bäuerliche Nachbarn, Sonderlinge, Zuwanderer aus Süditalien.

Es sind heitere und melancholische Geschichten aus einer ländlichen Welt, die es inzwischen nur noch als museale Rekonstruktion gibt, Beschreibungen der Wälder und Hügel in den einsamen Landschaften des Mugello und der Menschen, die dort leben.[...]

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Im Bauch des Wals (ebook)

Zusammen mit Annemarie Bauer

Das Autorenpaar nimmt die Leser mit auf eine Entdeckungsreise in die Nischen und Geheimnisse sozialer Institutionen.
„Wir alle leben in diesen Strukturen wie der Schiffbrüchige im Bauch des Wals. Wir können ihnen nicht entkommen, aber wir können uns in ihnen orientieren, und auf diese Weise viele schmerzhafte Zusammenstösse und vergebliche Bemühungen vermeiden. Damit trägt dieses Wissen zum Ideal professioneller Arbeit bei: mit möglichst wenig Aufwand möglich viel zu erreichen.“

Dabei schöpfen die Autoren aus ihren Beratungserfahrungen von Teams und Organisationen sowie aus ihrer langjährigen Arbeit als Balintgruppenleiter für Supervisoren und Organisationsberater. In gemeinsamer Arbeit haben sie [...]

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Warum der Mensch sich Gott erschuf

Hat die Religionskritik im 19.Jahrhundert mit Schopenhauer, Nietzsche, Marx und Freud einen Höhepunkt erreicht und befindet sich seither in der Defensive? Das ist schwer zu beantworten; jedenfalls aber lässt sich feststellen, dass die Religion ein stärkerer Gegner ist, als es die frühen Aufklärer mit ihren schlichten Entwertungen wie „Opium für das Volk“ oder „Illusion“ wahrhaben wollten. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass die Psychologie bisher zu wenig gründlich und differenziert über die Macht nachgedacht hat, welche die Religion über den Menschen hat.

Ein wenig davon will ich hier nachholen, und ich hoffe, dass es so ankommt, wie es beabsichtigt ist: als [...]

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Weniger ist manchmal mehr

In diesem Buch sind zwei bearbeitete Vorläufer zusammengefasst: Das erste konsumkritische Buch in Deutschland, das vor allem ökologisch argumentierte („Homo consumens“, 1972), und ein Text über ökologische Aspekte der Psychotherapie, der 1984 in der Reihe „fischer-alternativ“ erschien und später vergriffen war.

Der konsumkritische Text wurde 1972 noch sehr belächelt; später sind manche Positionen Allgemeingut geworden. In dem Text über Ökotherapie geht es darum, die Widersprüche zwischen wirtschaftlichen Interessen und der emanzipatorischen Aufgabe einer Psychotherapie aufzuklären, die den Patienten unabhängig macht, d.h. ihn von der angebotenen professionellen Dienstleistung emanzipiert.

Eine Neubearbeitung dieses vergriffenen Titels haben wir unter dem alten Titel „[...]

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Lebensgefühl Angst

Generation Angst: Noch nie hatten so viele Menschen so viel zu verlieren wie heute. Wir sind gegen alles mögliche versichert. Aber merkwürdigerweise laufen wir in einer missmutig-depressiven Grundstimmung durch die Straßen. Jeder zehnte Mensch leidet an Ängsten. Jeder zwanzigste sogar an ernsthaft das Leben einschränkender Angst. Es zeigt sich: Fataler als die Angst selbst ist der Glaube, ihr zu entgehen.

Wolfgang Schmidbauer fragt: Wo sind Ängste zu ertragen, weil sie einfach zum Leben gehören? Wo werden sie produziert? Wie kann man sich dagegen wappnen? Und vor allem: Wie können Gestaltungsräume gefunden werden? Mehr als die Analyse eines zeitbestimmenden Gefühls: Ein [...]

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