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Das Floß der Medusa

Was wir zum Überleben brauchen

Die globalisierte Konsumgesellschaft muss scheitern. Sollten wir daher nicht alles Mögliche tun, uns geistig und emotional auf die Improvisation von Rettungsflößen vorzubereiten?

Inspiriert von der tragischen Geschichte um „Das Floß der Medusa“, zeigt Wolfgang Schmidbauer seinen Lesern, wie die Gesellschaft heute besser sein kann als die Besatzung der „Medusa“ vor über 200 Jahren.

Der Kapitän hatte damals alle Warnungen ignoriert und die Fregatte auf eine Sandbank gesteuert. Dann beanspruchten die Offiziere den viel zu knappen Raum auf den Rettungsbooten und versprachen, den Rest der Passagiere auf einem eilig gezimmerten Floß an Land zu schleppen – und brachen ihr Versprechen. Das Floß war eine Lüge der Mächtigen: Hunger, Kannibalismus und wütende Kämpfe um die verbliebenen Ressourcen führten in die Katastrophe. Wolfgang Schmidbauer findet überraschende Parallelen zu unserem eigenen Umgang mit den existenziellen Krisen der Gegenwart – die Passagiere auf dem wackeligen Floß: das sind wir alle. Der Autor analysiert die Lähmungen, welche der Kapitalismus unserer Psyche zumutet, und fordert uns auf, Gruppen zu bilden, gemeinsam zu lernen und verschüttete Begabungen freizulegen.

»So können wir tragfähige Flöße bauen und eine von unseren eigenen Irrtümern verwüstete Erde neu beleben.«

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2 Kommentare

  1. Florian sagt

    S.g. Herr Schmidbauer!

    Das klingt interessant, ich freue mich!
    Ich wünsche Ihnen ein erfülltes und kreativ-schöpferisches neues Jahr, auf dass Sie uns auch zukünftig mit ihren gesellschaftskritischen Gedanken anregen.

    Freundliche Grüße!
    Florian Friedrich

  2. Harald Kupfer sagt

    Sehr geehrter Herr Schmidbauer,
    ich schließe mich Ihrer Meinung an, dass wir alle auf einem sinkenden Schiff leben und der Kapitalismus in seiner aggressiven Art alles um uns herum zerstören wird. Aber gibt es Hoffnung? Sind die Menschen füreinen gesellschaftlichen Wandel reif? Marx hat vor fast 200 Jahren die Entwicklung voraus gesehen: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch“. In der heutigen Gesellschaft werden die Menschen manipuliert, merken es nicht und bekämpfen sich gegenseitig. (Die Vernichtung der amerikanischen Ureinwohner ist ein gutes Beispiel, wie man Völker zerstören kann) Eine Einigung des Volkes durch alle gesellschaftlichen Schichten, wie es zur Wende in der DDR geschah, wird es so nicht wieder geben. Selbst wenn es zu friedlichen Demos käme, würden Provokateure eingesetzt und genügend Gründe aufgezeigt, warum diese Demonstration mit aller Macht und Gewalt unterdrückt werden muss.
    Trotzdem sind Ihre Beiträge sehr interessant unds lesenswert, weiter so.
    Freundliche Grüße
    Harald Kupfer

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