Alle Artikel mit dem Schlagwort: Krieg

Kann keine Trauer sein

Immer noch prägt das Trauma der NS-Zeit die Familien In der „Zeitzeugen“-Serie der Süddeutschen Zeitung erschien am 24.4. 2010 der folgende Artikel in einer gekürzten Version. Hier der vollständige Text. 1945 waren die meisten Deutschen überzeugt, sie seien Hitler nur aus Angst und unter Druck gefolgt. Das kleine schlechte Gewissen, das im Hintergrund so großer Begeisterung geblieben war, das Zweifel angemeldet hatte am Sinn dieser geistigen...

Grossvater war im Krieg

Viele deutsche Familien sind durch traumatisierte Eltern geprägt
Erschienen in: Stuttgarter Zeitung, Dezember 2008
Neulich las ich in dem Bericht einer Tageszeitung über eine Schiesserei in einer Fussgängerzone. Der Text zeichnete ein Bild von Gewalt und Blutvergießen an einem sonnigen Nachmittag. Das Rote Kreuz habe nach dem Ereignis ein Zelt aufgebaut, in dem sich die seelisch traumatisierten Passanten von geschulten Therapeuten helfen lassen konnten. Mir schien das lächerlich, wehleidige Fußgänger und Helfer, die Selbstmitleid fördern! Sobald ich über meine spontane Reaktion nachdachte - schließlich bin ich selbst Therapeut und es steht mir nicht zu, mich über Kollegen zu erheben - kam mir in den Sinn, wie zeitgebunden unser Gefühl für seelische Traumatisierungen ist. Ich bin 1941 geboren, erinnere mich noch an Bombenangriffe, wuchs in einer Welt von Soldatengeschichten auf und habe als kleines Kind den Soldatentod meines Vaters ohne bewusste Trauer hingenommen. So war es auch mir eigentlich selbstverständlich, mich nicht der "wehleidigen" Beschäftigung mit den Traumen des Krieges hinzugeben.

Die Kentaurin

Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau

Dieses Buch ist ein Roman über die deutsche Geschichte zwischen 1914 und 1988 – der Lebensspanne der „Kentaurin“, einer zurückgezogenen, hochbegabten Frau, die ihren Jugendtraum – das Studium der alten Sprachen – als verwitwete Mutter zweier Söhne verwirklicht.

Sie studiert die griechischen Quellen im Orginal und erforscht schliesslich, nachdem ihre Kinder versorgt sind, auf zahlreichen Reisen die Welt der antiken Mythen und Religionen.

Viele Fäden sind in dieser Erzählung verwoben: die Tragik des deutschen Bildungsbürgertums im Dritten Reich, die Sehnsucht des Nordens nach dem Süden, die antiken Wurzeln des christlichen Glaubens und der Versuch, auf diesem Weg die Engherzigkeiten einer [...]

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