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Harmlos ist die Beschneidung nicht

- sie wird nur von Interessengruppen so dargestellt

Erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 3.7.2012

Das Kölner Landgericht hat mit klarer Logik die Beschneidung als das definiert, was sie ist: Körperverletzung, nur dann rechtlich unbedenklich, wenn sie von einem mündigen Individuum in freier Entscheidung gewollt wird. Dagegen argumentieren die Vertreter des Brauchtums – wie auch Mathias Drobinski in der SZ – damit, dass Beschneidung „dem Wohl des Kindes“ diene und Männer ohne Vorhaut gerade so gut leben wie mit ihr.

Hier wird eine breite wissenschaftliche Literatur ignoriert, welche die Bedenkenlosigkeit sehr in Frage stellt, mit der vor allem in den USA Männer aus „hygienischen“ Gründen als Säuglinge beschnitten [...]

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Ach, immer diese Entscheidungen!

Erschienen in: Stuttgarter Zeitung

Wer sich über die Qual der Wahl erregt oder gar unter ihr leidet, mag ein wenig Trost darin finden, dass es ihm gut geht. Not duldet kein Zögern. Das zeigt schon das Urbeispiel der Wahl-Qual,  Buridans Esel. Die Denkfigur soll erläutern, dass es nicht möglich ist, eine logische Lösung zu finden, wenn wir zwischen zwei gleichwertigen Möglichkeiten wählen müssen. Ein Esel steht zwischen zwei gleich großen und gleich weit entfernten Heuhaufen. Er verhungert, weil er sich nicht entscheiden kann, welchen er zuerst fressen soll.

Dem Esel, muss man sagen, geht es zu gut. Die Qual der [...]

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