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Kassandras Schleier

Das Drama der hochbegabten Frau

kassandras schleierKlappentext:

Sie halten still, wenn sie über Dinge belehrt werden, die sie längst wissen. Sie erklären sich für beschränkt, weil sie eine törichte Frage nicht verstehen. So handeln Hochbegabte, die aus Angst vor sozialer Isolation und oft aufgrund traumatischer Erfahrungen ihre geistigen Fähigkeiten unterdrücken.

Wolfgang Schmidbauer hat festgestellt, dass vor allem Frauen dazu neigen, die eigene Intelligenz zu verbergen. In seiner Analyse ergründet er die psychologischen Aspekte der verborgenen, traumatisierten Hochbegabung und verwebt diese mit spannenden Analogien aus der psychoanalytischen Praxis, der Mythologie und Literatur.

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2 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Schmidbauer,
    ich habe ihr Buch „Kassandras Schleier“ geschenkt bekommen und mit grossem Interesse gelesen.
    Darf ich ganz vorsichtig feststellen, dass Sie das seelische Erleben einer geistig sehr beweglichen Frau nicht genug, stellenweise gar nicht, beschreiben?
    Mein Eindruck ist es, dass dieser mitunter an die Unerträglichkeit grenzende brennende Schmerz von Ihnen nicht so gesehen, beziehungsweise als nicht erwähnenswert erscheint.
    Wenn ein Mensch ein Herz wie ein Löwe hat, und dieser eingesperrt im Brustkasten seine Kreise zieht, empfinde ich es als seltsam, diesem seine Zerstörungswut anzukreiden, was ich meine so zu lesen.
    Es wäre meiner bescheiden Meinung nach hilfreich, die denkktraumatisierte Frau als ganz besonders kostbares und äusserst wertvolles Lebewesen zu würdigen, und das sowohl ihr selbst als auch ihrem Partner vor Augen zu führen.
    Mit freundlichen Grüssen,
    Astrid M.

  2. Karin B. sagt

    ein Buch, dass manche Menschen mit dem Bauch lesen…
    Lieber Herr Schmidbauer,
    viele Bücher von Ihnen habe ich gelesen. Alle haben mich ein Stücken des Weges gebracht. Der Schleier der Kasandra, ist das Buch, welches jetzt genau richtig kam. Vieles wäre zu sagen, wenn es nicht schwer fiele sich mitzuteilen. Immer wenn ich es versuche, begreife ich, dass jemand Anderes dies besser könnte. Nun… es gibt so viele, ich selbst begreife jetzt (mit fast 50 Jahren), was ich schon immer wusste… meine Möglichkeiten waren nicht die meinen, mein Leben ist „darunter“. Dennoch … sollte ich dankbar sein mittelmäßig zu leben, weil ich zumindest die moralische Überlegenheit besitzen kann, besser zu sein, auch wenn es keiner weis. Aber das ist überlappend schon wieder ein anderes Thema. Ich muss sagen, ich gehöre nicht zu den vielen Beispielen, von erfolgreichen Menschen und Managerinnen, welche studiert haben, und sich doch großartige Leistungen nicht zutrauen, obwohl sie genau diese jeden Tag vollbringen „können“. Ich gehöre zu den Frauen, die klein geblieben sind, still … sich mit einem Sekretärinnen – Job zufrieden geben, wohl wissend, dass die andere Seite der Hochsensibilität sie einfach überfordern kann. Ein Leben als Mutter und sich unterordnend in dieser Gesellschaft – jeden Tag 8 h Stunden für Lohn. Und doch immer zweifelnd und spürend, dass ich nie – niemals dort, oder hier – oder anderswo „Ich“ sein kann. Denn dies wiederum, würde alle anderen um mich herum überfordern. Sagen Sie nicht, dass dies nicht stimmt. Sie wissen, dass selbst Therapeuten ihre Grenzen haben, Grenzen, die wir „Kasandras“ längst tausendmal überschritten, überlebt haben. Nichts ist Fremd und doch ist alles anders.
    Ich danke Ihnen für dieses Buch. Auch wenn ich es nicht ausführlich schreiben kann-will, es bringt mich wieder vorwärts, wie es nur noch wenige Bücher vermögen (mir bekannte Bücher). Und wenn es unser Leben auch nicht verändern vermag, so kann es erleichternd sein, die eigene Möglichkeit der inneren Aufruhr, welche wir in die anderen projektieren können, zu erkennen. Zumindest bin ich schon mal meiner „Kolleginn“ etwas sanfter gegenüber eingestellt und verstehe, dass ich selbst es bin oder sein kann, die Verwirrung stiftet (also die Hälfte der Probleme gehen auf mein Konto – obwohl ich dass immer schon wusste, aber naja – irgendwo muss der Mensch ja hin, mit sich und seiner Langeweile). Immer wenn ich so ein gutes Buch, über meine „Wahrheiten“ lese (was ziemlich selten vorkommt), wendet sich mein langweiliges Leben und ein Fenster öffnet sich mir zum Wissen zu, welches ich so vermisse. Wissen, das mir nicht bekannt oder so nicht zugänglich war und ist (ein Kindheitstraume), denn in meiner Kindheit gab es keine Bücher (außer Schulbücher natürlich, welche allsammt langweilig waren, außer vielleicht Geschichte, und Deutsch, naja und Geografie und Astronomie??? sie verstehen schon) und auch kein Studium… Also ich danke Ihnen, im Namen aller, die niemals studiert haben, die täglich an ihre Arbeit oder ihren Haushalt gehen und doch innerlich wissen, dass sie mehr könnten, aber es niemals wagen werden, weil sie ihr Leben eingerichtet haben… wie es eingerichtet wurde, und wie ihre Lieben es lieben…
    Ich hoffe noch viel von Ihnen lesen zu können.
    Freundlichst
    Karin B.

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