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Die einfachen Dinge

Ein Mann mit einem schmalen Rucksack bucht bei einem kanadischen Buschpiloten im Frühling einen Flug zu einem See mitten in einer sonst unzugänglichen Wildnis. Das Wasserflugzeg landet, der Mann steigt aus und sagt dem Piloten, er solle zurückfliegen und ihn nächstes Jahr um diese Zeit wieder abholen. Der Pilot will das nicht glauben und läßt sich den Inhalt des Rucksacks zeigen: eine große Axt, Angelschnüre, Unterwäsche, ein Jagdmesser. Schließlich, da sich der Todeskandidat nicht umstimmen läßt, verspricht er in einem Jahr wiederzukommen und akzeptiert eine Vorauszahlung.

Ein Jahr später landet er an derselben Stelle. Am Ufer steht ein Blockhaus, aus dem lehmverputzten Schornstein wölkt Rauch. Die Hütte ist wohnlich eingerichtet, mit steinerner Feuerstelle, einem pelzbedeckten Bett, Tisch und Stuhl.

Was ein Pilot zum Überleben braucht, ist anders als das, was ein Trapper braucht. Das ist unvermeidlich. Aber wenn uns heute der Trapper soviel mutiger und tüchtiger erscheint als der Pilot, zeigt das doch, wie dumm wir durch unsere bequemen Dinge gemacht werden und wieviel Intelligenz die einfachsten Werkzeuge wecken.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Dumme Dinge. Wie die Konsumwelt unsere Intelligenz ruiniert.
Eine erweitere und ergänzte Ausgabe dieses Buches ist „Die Enzyklopädie der dummen Dinge

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