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Hilflose Helfer

Über die seelische Problematik helfender Berufe

Dieses Buch wurde 1977 schnell zum Bestseller; heute sind fast dreihunderttausend Exemplare verkauft.

Das damals von mir geprägte Wort vom “Helfersyndrom” ist inzwischen, oft völlig aus diesem Kontext gelöst, Teil der Alltagssprache geworden. Allerdings wird meine These dabei meist plakativ missverstanden, etwa in dem Sinn, dass Helfer neurotisch sind oder auch nur aus egoistischen Motiven handeln.

In Wahrheit geht es darum, die besonderen seelischen Risiken der helfenden Berufe genauer zu erkennen, nicht zuletzt aus psychohygienischen Gründen. Denn die in persönlichen Problemen wurzelnde und daher zwanghaft und ohne Realitätsorientierung funktionierende Helfer-haltung ist eine wesentliche Ursache der etwas später zuerst in den USA beschriebenen burnout-Erscheinungen, dem “Ausbrennen” einst engagierter und idealistischer Helfer.

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1 Kommentare

  1. Rudolf Steinmetz sagt

    Die Volkskrankheit DEPRESSION ereilt nun auch die HELFER: was sagt das aus über unsere Kultur, wenn die Helfer krank werden, weil das Gesundheitssystem sie systematisch kränkt?
    Siehe Depressionen bei Ärzten: „Das Schlimmste ist die Hilflosigkeit“ http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-depressionen-bei-aerzten-das-schlimmste-ist-die-hilflosigkeit-1.2881275
    WARUM SIND weder Helfer noch KLIENTEN in der Lage zu realisieren, „Die Angst ist eine Kraft“?

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